Seelenimpuls zur Zeit des Erkennens im Oktober 2010:

 

Es hat begonnen... Was eigentlich? Ich war sehr aufgeregt gestern Nacht. Konnte mich nicht entspannen. Es war, als würde etwas Neues beginnen. Aber was? Nun wurde mir gesagt, setze Dich in dein Zimmer und schreibe. Es kommt zu Dir.

 

Im Prinzip weiss ich ganz genau, was ich will, wohin mein Weg geht und was aus mir heraus gelebt werden möchte. Wie der Weg dorthin aussieht, verbirgt sich manchmal. Das kann ich nur im Hier und Jetzt beobachten und die Situationen mitgestalten. Allzu oft beobachte ich dabei, wie ich in eine alte Wut gerate, ja es ist fast eine Rage.

 

Eine riesen Wut über die Ungerechtigkeit. Was ist so schwer daran, wenigstens damit anzufangen seine Verantwortung zu übernehmen???? Und – was ist so schwer daran Verantwortung endlich loszulassen??? Wahrscheinlich die Angst davor, dass es dann niemals besser wird. Dass, wenn ich es selbst nicht tue, wenn ich die Energie nicht zur Verfügung stelle, der andere es einfach nicht tut. Aus den Augen verliert was zu tun ist und dann die Situation irgendwann so unerträglich wird, dass die Beziehung auseinander geht oder ein Projekt versandet.

 

Hmm, wenn dem so wäre, dann müsste man doch wohl sagen – dann hat es so sein sollen....?! Dagegen wiederum sträubt sich etwas in mir. Einfach aufgeben, es sein lassen, wenn ich doch das Potential spüre. Aber steht das nicht der Hingabe an das IST im Wege? Für mein Gefühl ist es so: um wirkliche, alchimistische Transformation in einer Beziehung zu erreichen, gerade auch in der Beziehung zu sich selbst, ist es unerlässlich, dass BEIDE (Mann/Frau, Seele/menschliches Sein) an einem Strang ziehen. Sich Beide auf Augenhöhe begegnen und MITEINANDER herausfinden, was möglich ist.

 

In der Mann/ Frau-Beziehung - welche Wege miteinander gegangen werden können und welche Wege jeder einzelne für sich beschreiten sollte. Was jeder bereit ist in die Beziehung mit einzubringen. Wieso sollte sich einer zum Spielball des anderen machen? Warum sollte der eine auf der Energie des anderen leben oder man selbst auf Kosten der eigenen Lebensenergie? Wir sind gefordert, die Energien endlich wieder in die Balance zu bringen. Dort wo zuviel Energie gegeben wird, soll weniger gegeben werden und dort wo zuwenig Energie gegeben wird, soll mehr Energie gegeben werden (in Situationen, in Interaktion mit Menschen). Dadurch sich selbst und anderen die Möglichkeit einräumen in die eigene Grösse zu wachsen. Eine klare Absicht will formuliert werden, aus uns heraus entstehen. Die Energie folgt unserer Absicht. So gleicht sich im besten Falle unser Energielevel aus. Ein-Klang entsteht. Ungerechtigkeit und übermässige Angst haben keinen Raum mehr.

 

Was steht im Wege? Die Angst. Die Angst davor was geschieht, wenn ich mich verändere. Bricht meine Welt zusammen? Was kommt danach? Werde ich damit zurecht kommen? Möchte ich das sehen, was da aus mir raus kommt und sich zeigt? Manchmal ist es einfach nicht schön, sich im Spiegel zu betrachten. Manchmal ist es in höchstem Maße unbefriedigend. Das aber ist der einzige Weg, in uns eine Balance zu finden. Sich „immer“ nur auf das Positive zu konzentrieren ist genauso kontraproduktiv, wie sich ständig im eigenen Kreis zu drehen. Wir sind alles. Also will auch alles gelebt werden. Die Wut, die Aggression, die Angst und so weiter. Es geht nur darum, welchen Raum, welchen Stellenwert wir diesen Energien geben. Nehme ich sie an, reflektiere ich den Umgang damit? Oder lasse ich die Energie so stark werden, dass sie mich dominiert?

 

Sich von Angst oder Wut leiten zu lassen ist im natürlichen Sinne destruktiv. Wichtig ist, zu erkennen, warum die Angst oder die Wut da ist. Im zweiten Schritt können wir einen individuellen Weg finden, mit diesen Energien umzugehen. Füttere ich die negative Energie oder transformiere ich diese? Nur wenn ich diese transformiere – sozusagen die Codierung der Energie in eine stärkende, nährende Energie verwandle – ist eine stabile Veränderung möglich. Die Energie der Wut, der Sorge, der Traurigkeit etc. mit positiven Affirmationen zu „übertünchen“ hat zwangsläufig zur Folge, dass diese Energien sich neue Wege suchen oder noch dichter werden d. h. noch spürbarer werden um gesehen zu werden.

 

Es ist daher an der Zeit, im Hier und Jetzt, die Gefühle, Visionen und Situationen die sich zeigen, anzunehmen und einen liebevollen Umgang damit zu finden. Übung, Kontinuität ist essentiell. Wir dürfen einen neuen Zugang zu unserem Sein, zu unseren Gaben und Visionen finden. Nur wenn wir uns selbst wahrnehmen, uns den geschützten Raum gönnen in dem alles sein darf, ist es uns möglich die Schöpferkraft zu leben. In der Schöpfung hat alles seine Berechtigung. So auch in uns. Wie wir unser Sein gestalten ist unsere Verantwortung. Welche Form unser Sein annimmt, ob es von Freude und Fülle getragen wird, ist unsere Verantwortung. Geben wir uns selbst die Antworten, wenn es darum geht:

 

Was ist meine Vision?

Wo ist meine Freude?

Welche Gaben zeigen sich mir?

Welche Gaben möchten gelebt werden?

Welche Gaben möchten einen grösseren Raum einnehmen?

Bin ich dankbar für das wer und was ich bin?

Danke ich mir selbst für alles was ich bin?

Danke ich den Menschen, den Wesen, der Erde für die Möglichkeiten die sie uns zur Weiterentwicklung bieten?

Wie möchte ich lernen?

Was bin ich bereit loszulassen?

Was bin ich bereit zu verändern?

Bin ich bereit in den Spiegel zu schauen?

 

Finden wir die Wahrhaftigkeit in uns. Die Wahrhaftigkeit in der alles ist. In dieser Wahrhaftigkeit sind wir All-eins. In dieser Wahrhaftigkeit steigt unsere Wahrnehmung. Die Wahrnehmung unseres Selbst und die Wahrnehmung der universellen Zusammenhänge. Das Ego schmilzt und unsere wahre Größe tritt hervor. Die Liebe trägt uns, verbindet sich mit der Wahrhaftigkeit. Nur in dieser Verbindung ist Klarheit möglich. Die Liebe ist die Kraft die alles trägt und verbindet. Sie deckt auf mit ihrer unendlichen Kraft. Sie bringt alles in Ein-Klang, was in der Disharmonie ist. Alles ohne Wertung. Werten wir uns nicht ständig. Was ist ist. Ohne Wertung. Nun stellt sich die Frage: ist es im Ein-Klang mit dem Grossen Ganzen? Trägt es zur universellen Ordnung bei? Entspricht es meiner Grundenergie? Fließt es in Freude aus meinem Herzen? Oder folge ich irgendwelchen auferlegten Mustern?

 

Was denke ich über mich selbst? Schätze und achte ich mich für den Weg den ich gehe? Alles hat seine Berechtigung. Täter oder Opfer, das hängt oftmals von der Sicht des Einzelnen ab, von der Seite auf der man gerade steht. Erlauben wir uns zu sehen, dass wir oftmals beides gleichzeitig sind. Die Wertung schwindet und wir sehen wahrhaftig. Finden wir die Liebe zu uns selbst. Finden wir die Freude über unser sein, über die „kleinen“ Dinge des Lebens, die die tiefsten, größten Wahrheiten sichtbar machen.

 

Liebe und Freude sind unbezahlbar. Gehen wir in unser Herz, in dem unserer göttliche Funke wohnt und stärken die Liebe und Freude zu dem was ist. In diesem Moment. Spüren wir die Ruhe, die Leere die in diesen Momenten ist. Beschweren wir uns nicht mit Sorgen, über das was kommen wird. Seien wir liebevoll mit uns im Jetzt, wo sich alles zeigt was ansteht, wenn wir auf die Zeichen achten. Wenn wir auf die Sprache der Welt achten. Alles kommt zu uns, wenn wir uns selbst lieben und achten. Die Fülle ist da, wenn wir unsere innere Fülle in Wahrhaftigkeit und Dankbarkeit annehmen. Und - wir tun es indem wir es für uns selbst anwenden, für Mutter Erde und für alles was auf ihr lebt.

 

Es hat begonnen, die Zeit des Erkennens.