WAS IST LIEBE?
Man stellt also fest - Liebe lässt sich nicht in Liebe zwischen Mann und Frau einteilen, nicht in Mars und Venus. Liebe ist etwas Übergeordnetes. Eine Kraft die uns hilft, zu uns selbst zu kommen. Da ist es zweitrangig, ob die Liebe zwischen Mann und Frau gemeint ist oder nicht. Nach der ersten "Verliebtheit" findet man sich immer in der übergeordneten Gesetzmässigkeit wieder.
Wer bin ich? Selbstverantwortung, Selbstbewusstsein, Selbstliebe - alles Worte, die sehr viel bewirken, wenn man sich an ihre Umsetzung macht. Das A und O einer jeden Beziehung die von Liebe getragen ist - ob zwischen Mann und Frau, Eltern und Kindern, zu Tieren, innerhalb der Gesellschaft oder zur Natur.
Wie würde es auf unserer Welt aussehen, wenn jeder ihrer Bewohner die Selbstliebe - im Sinne der Bewusstwerdung der eigenen Licht- und Schattenseite, sowie deren eigenverantwortliche Integration ins Leben - vollziehen würde? Wir müssten uns nicht mehr mit misshandelten Kindern, Kriegen usw. beschäftigen, weil diese nicht mehr existent wären.
Was hält uns ab, "Liebe" zu praktizieren? Angst - Angst vor unseren Schattenseiten, vor dem, was wir fähig wären zu tun. Angst vor dem "was kommt, was ist, wenn ich loslasse und meine andere Seite ansehe?". Was kann passieren? Es wird passieren, dass man nicht mehr sagen kann: das habe ich nicht gewusst. Verantwortung tragen für sich und seine Taten, heraus aus einem stets wachsenden Bewusstsein.
Aus diesem Bewusstsein erwächst eine stets grössere Freiheit - Entscheidungen zu treffen, weil man weiss wer man ist und was man will. Nicht gesteuert von Angst und Mustern, weil man ja irgend jemandem entsprechen muss und dabei ganz sich selbst vergisst.
Also, wieso Angst haben? Angst verlangsamt oder verhindert den Prozess der Liebe. Die Kraft der Liebe begleitet uns auf unserem Weg der Bewusstwerdung und Selbstliebe / -verantwortung. Wir müssen nur die Kraft in uns finden, uns der Angst zu stellen und uns in Liebe annehmen. Das kann uns niemand abnehmen.
Angst ist ein riesiger Antriebsmotor. Wie viele Dinge geschehen aus Angst? Wie viele Kriege werden aus Angst geführt? Wie viele Träume realisiert man nicht, aus Angst, man könnte scheitern? Wir Menschen werden geprägt, vieles aus der Sicht der Angst zu sehen. Daraus resultiert die Negativspirale nach unten.
Wie wäre es, die Dinge aus der Liebe, der Selbstliebe und -verantwortung heraus zu betrachten? Dann darf man auf einmal wieder neugierig wie ein Kind sein, kreativ, sich auf das Abenteuer "ich" einlassen. Und wenn etwas schief geht? Was soll's. Wird man nicht mit jeder Erfahrung reicher? Reicher um Erfahrungswerte, reicher um eine Facette seines selbst?
Die Entscheidung liegt bei jedem einzelnen, was er aus der Liebe macht. Die Verantwortung liegt bei uns. Nicht bei der Liebe.