WAS IST LIEBE?

Diese Fragen treten "hoffentlich" in jeder Beziehung früher oder später auf. Denn dazu dient die Liebe. Sie bietet uns die Möglichkeit zu sehen. Durch sie können wir im anderen uns selbst erkennen. Ein Stück weit zumindest. Damit meine ich nicht die weitläufige Meinung: alles was dich am anderen stört, ist nur ein Teil von dir den du nicht ansehen willst.

Vielmehr ist auch das nicht schwarz/weiss zu betrachten. Sicher gibt es Teile von uns, die wir im anderen erkennen, aber es ist ebenso anders herum. Es können auch ungelöste Themen in uns selbst, deren wir uns nicht bewusst sind, immer wieder durch Situationen, Aussprachen oder Gesten angefacht werden.

Durch die Liebe entsteht zwischen Menschen eine Art Spiegelung der Tiefen in uns, die wir ohne die Liebe nicht sehen können. Dies lässt sich natürlich auch auf Situationen und Geschehnisse im täglichen Leben übertragen. Dazu ein anderes Mal.

Spiegelung der Tiefen, die wir nicht sehen wollen oder können. Hier kann der unangenehme Bereich entstehen. Existenzielle Gefühle wie die Angst vor dem Verlassen werden, nicht verstanden oder gesehen werden, Wut, Aggression, Verletzung. Auch das gehört zur Liebe. Je eher man sich diese Gesetzmässigkeit bewusst macht und versucht, das Wissen darum ins Leben zu integrieren, umso leichter fällt das Lieben. Es ist nun einmal so - alle Gefühle wollen gelebt werden.

Die Information - Liebe erreicht unsere tiefsten Tiefen und holt sie nach oben - mag nicht neu sein. Wie ist es jedoch mit der Praxis? Wie schwer fällt es uns doch, uns selbst anzunehmen, geschweige denn, zu lieben. Auf einmal hat man ein Gegenüber, das als Spiegel fungiert. Und je mehr man versucht dieser Spiegelung auszuweichen, umso "schärfer" und klarer wird die Spiegelung. Aus Liebe!

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